… für Kundenbesuche. Mit einem Exponat, welches kompakt und transportabel ist und gleichzeitig viele Produkte des Bereiches Fabrikautomation (FA) zeigt. In mehreren Praxisphasen bei Pepperl+Fuchs haben insgesamt sieben Dual Studierende in Teams am Exponat gearbeitet, Staffelstab-Prinzip inklusive: Nach jeder Phase übergaben die einen das Projekt an die nächsten.
Dennis: Ich war der erste, der mit dieser Aufgabe betraut wurde. Ziel war es, ein vollständig von Studierenden entwickeltes Exponat zu gestalten, dass Kunden für Pepperl+Fuchs Produkte begeistert. Dabei sollten natürlich so viele Produkte wie möglich zu sehen sein. Die größte Herausforderung lag darin ein Konzept zu entwickeln, welches sowohl den Anforderungen entsprach, als auch aus Kundensicht interessant und überzeugend ist. Gleichzeitig überlegte ich, wie ich alles am besten aufbereite, damit die weiteren Teams gut anknüpfen können. Meine Idee war ein kompaktes Modell mit einem „Würfel“, welcher anhand einer Linearachse transportiert wird und auf welcher verschiedene Sensoren reagieren. Hierfür erstellte ich ein digitales 3-D-Modell, in dem die Sensoren übersichtlich angeordnet waren. Ich hoffte, dass die späteren Teams die Idee so leicht umsetzen konnten. Es war schön zu sehen, wie meine Idee in den folgenden Phasen konkret umgesetzt und stets verbessert wurde. Generell hat mir meine Praxisphase im Vertrieb viel Spaß gemacht und ich habe viel über das FA-Produktportfolio mitgenommen.
Die erste Übergabe
Aaron: Mein Studienkollege und ich haben das Konzept von Dennis übernommen, es war quasi eine Word-Datei. Er hatte das Konzept um eine Linearachse entwickelt. Ein Würfel soll anhand der Achse transportiert werden. Auf diese Achse reagieren sechs verschiedene Sensoren. So kann zum Beispiel durch einen eingebauten Ultraschallsensor die Höhe des Würfels gemessen werden und die Linearachse kann ggfs. stoppen, falls der Würfel zu hoch für weitere Stationen ist. Was wir dann weiter erarbeitet haben, welchen Herausforderungen wir gegenüberstanden und wie wir das Exponat weitergegeben haben, kann im Blogbeitrag „Technik trifft Kindheitstraum“ nachgelesen werden. Besonders spannend war es zu sehen, wie aus einem Konzept auf Papier etwas Greifbares entstehen kann. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben uns sehr über das Vertrauen gefreut, welches uns entgegengebracht wurde, denn so ein Exponat ist auch nicht ganz günstig. Es war unser erstes Projekt, welches einem Kunden gezeigt werden soll, daher ist es einfach etwas Besonderes.
Bereit für den Transport
Daniel und David: Als wir das Projekt übernahmen, waren die Sensoren bereits ausgewählt und die Halterungen gedruckt. Unsere Aufgabe war es nun, das Exponat transportfähig zu machen. Hierfür suchten wir einen Koffer mit ausreichend Platz aus. Außerdem konzeptionierten wir die elektrische Verkabelung und setzten diese teilweise schon um. Unsere größte Herausforderung war es, einen Koffer zu finden, der nicht zu groß und auch nicht zu teuer war. Zudem war es nicht so leicht, passende elektrische Bauteile zur Ansteuerung des Motors zu bestimmen. Wir waren mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen verschiedenen Abteilungen im Gespräch und stellten dabei fest, wie bereichsübergreifend so ein Projekt sein kann. Am Ende gelang es uns, das Exponat im Koffer zu montieren, die grundlegende Elektroinstallation durchzuführen und die weiterführende Installation vorzubereiten. Da die Aufgaben sehr abwechslungsreich waren – von Recherchen, über den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, bis hin zum eigentlichen Bau des Exponats – hatten wir immer viel Freude dabei. Wir haben aus dieser Zeit viel mitgenommen, z.B. aus Kunden- sowie aus Außendienstsicht zu denken und das Exponat dementsprechend aufzubauen.
Der finale Schritt
Alina und Laura: Wir übernahmen das Exponat, nachdem das 3D-Modell und die Linearachse in den Koffer verbaut wurden. Zudem war der Stromkasten und der Industrie-PC verbaut. Die Kabel waren allerdings noch nicht gelegt. Unsere Aufgabe war es nun, den Koffer zu Automatisieren. Hierfür mussten wir den Industrie-PC, IO-Link-Master und das IO-Link-Leiterplattenmodul einrichten. Zuletzt musste ein Dashboard erstellt werden, an dem die Sensordaten in Echtzeit ausgegeben werden und man so weitere Informationen über die Sensoren erhält. Eine unserer Herausforderungen war z.B. die Implementierung des IO-Link-Leiterplattenmoduls, da dies sehr technisch war, wir beide aber angewandte Informatikerinnen sind. Dabei erhielten wir Hilfe vom Messebau. Eine weitere Herausforderung war, dass das Exponat auch außerhalb des Firmennetzwerkes genutzt werden soll. Aber am Ende hat alles geklappt. Während dieser Zeit haben wir für uns mitgenommen, dass eine ausführliche Dokumentation sehr wichtig ist, besonders wenn das Projekt immer wieder übergeben wird. Besonders motiviert hat uns zu sehen, wie Automatisierung direkt vor unseren eigenen Augen entsteht. Außerdem hat uns das vollendete Exponat begeistert. Jetzt ist es funktionsfertig und bereit für Kundenbesuche. Es war wirklich eine tolle Praxisphase, wir haben zudem viel über das FA-Produktportfolio gelernt und spannende Einblicke in den Arbeitsablauf innerhalb des Vertriebs erhalten.
Bereit für die Praxis: Das Exponat on tour
“Das Exponat wird nun als zentrales Vertriebstool im Außendienst eingesetzt“, so Tizian, Channel Account Manager bei Pepperl+Fuchs in Mannheim. „Es ermöglicht, die Funktionsweise unserer Sensorlösungen anschaulich und praxisnah vor Ort bei unseren Kunden zu demonstrieren. Dadurch schaffen wir ein interaktives Erlebnis: Die Kunden erleben das Produkt nicht nur in der Theorie, sondern sehen in der Praxis Messungen, Reaktionen und Daten live. Das Exponat macht den Außendienstbesuch deutlich attraktiver und hebt sich von einer klassischen Präsentation mit Folien deutlich ab. Hinzu kommt, dass das Exponat im Vergleich zu unseren Messeexponaten ohne Probleme in den Kofferraum des Dienstfahrzeuges passt. Tatsächlich hatten wir das Exponat schon bei dem ein oder anderen Außendienstbesuch dabei. Zukünftig wird das Exponat bei Besuchen unserer Partner*innen in Mannheim, sowie auf deren Hausmessen eingesetzt und vorgestellt.“
Impressionen














