Laura studiert Angewandte Informatik bei Pepperl+Fuchs in Mannheim. Sie macht ein Selfie von sich vor ihrem Laptop, auf dem sie gerade etwas programmiert.

Zwischen HTML, C und PHP: Willkommen im Studium der Angewandten Informatik!

Heute, am 11. Februar 2026, ist Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Ein Tag, der Mädchen und Frauen ermutigen soll, ihren Weg in den MINT-Fächern zu gehen. Eine von ihnen ist Laura. Sie studiert Angewandte Informatik bei Pepperl+Fuchs in Mannheim. Bereits in der Schule weckte die Informatik ihr Interesse.

Jedes Jahr macht dieser Tag darauf aufmerksam, wie wichtig Chancengleichheit und weibliche Vorbilder in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sind. Ein Studium in diesen Fächern kommt für immer mehr junge Frauen in Betracht. 2024, in dem Jahr, in dem auch Laura ihr Studium der Angewandten Informatik aufnahm, waren laut Statistischem Bundesamt ca. 36% der Erstsemester in den MINT-Studiengängen weiblich – ein neuer Höchststand. Im Interview erzählt Laura, wie sie zur Informatik gekommen ist und gibt Einblicke in ihren Studienalltag.

Hallo, Laura. Erzähl mal, was hat dich dazu bewogen, Angewandte Informatik zu studieren?
Hallo! Ich besuchte ein biotechnologisches Gymnasium, in dem ich in der 12. und 13. Klasse die Fächer Informatik und Bioinformatik hatte. Dort lösten wir regelmäßig kleinere Problemstellungen mithilfe von Programmen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Projekt aus der Bioinformatik: Wir lasen DNA-Sequenzen mithilfe eines Phyton Programmes ein, analysierten sie und wandelten sie anschließend in ihre Protein-Sequenz um. In dieser Zeit merkte ich sehr schnell, wie viel Spaß mir die Informatik macht. Die Entscheidung für ein Duales Studium fiel mir leicht, denn ich wollte von Anfang an Praxisluft schnuppern.

Abwechslungsreiche Projekte im Unternehmen

Wie ist das Verhältnis von Frauen und Männern in deinem Studiengang?
In unserem Kurs sind wir 7 Studentinnen bei insgesamt 28 Personen. Eine Rekordzahl. Unsere Dozent*innen waren positiv überrascht, da die Norm eher bei 2-4 Frauen pro Kurs liegt.

Wie läuft das Studium ab?
Die Theorie- und Praxisphasen wechseln sich alle drei Monate ab. Eine Ausnahme bilden das fünfte und sechste Semester mit jeweils sechs Monaten, in denen die Bachelorarbeit geschrieben wird. Während der Theoriephasen werden sehr kompakte und umfangreiche Stoffmengen vermittelt. Die Zeit bei Pepperl+Fuchs ist sehr abwechslungsgereich gestaltet. Ab der dritten Praxisphase dürfen wir uns die Abteilung und die Projekte selbst aussuchen. Dafür gibt es eine Projektbörse. Innerhalb der drei Monate bearbeitet man dann selbstständig das Projekt und verfasst eine Projektarbeit darüber.

Welche Abteilungen hast du bei Pepperl+Fuchs bereits kennengelernt?
In meiner ersten Praxisphase arbeitete ich im Vertrieb und vervollständigte mit meiner Kommilitonin das Koffer-Exponat. Anschließend lernte ich die Abteilung Global Compliance – Safety & Security kennen und arbeitete im Bereich Cybersecurity mit. Dort konfigurierte ich ein Tool zur Überwachung von Sicherheitslücken. Aktuell unterstütze ich das Environment, Health and Safety Team. Ich arbeite an einem Tool zur automatisierten Ermittlung der physischen Belastung am Arbeitsplatz in der Versandabnahme im European Distribution Center. Bisher haben mir wirklich alle Praxisphasen sehr gefallen, da jede einen anderen Schwerpunkt hatte. Ich finde es toll, dass die bisherigen Ergebnisse der Projektarbeiten einen echten Mehrwert für das Unternehmen bieten und es nicht nur Beschäftigungsaufgaben für Studierende sind.

JavaScript, Kotlin & Co

Und welche Fächer hattest du bisher in den Theoriephasen?
Bisher hatten wir in jedem Semester Mathematik und Theoretische Informatik, mit Inhalten zu Algorithmen und Automaten. Im Modul Web Engineering beschäftigten wir uns mit HTML, CSS, JavaScript und PHP, zudem hatten wir weitere Programmiersprachen wie C, Java und Kotlin. Zusätzlich hatten wir Module wie Workflowmanagement, Projektmanagement, Betriebswirtschaftslehre, Codierungstheorie und Technische Informatik.

Was gefällt dir am Studiengang Angewandte Informatik besonders gut?
Besonders gefällt mir die kompakte Vermittlung der Inhalte. In der Mathematik liegt der Fokus nicht auf dem Auswendiglernen von Herleitungen, sondern auf dem Rechnen. Auch die vergleichsweise kleinen Kursgrößen von etwa 20 bis 30 Personen sind sehr angenehm, da sie es gut ermöglichen, jederzeit Fragen zu stellen. Zudem ist es motivierend, das Wissen aus der Theorie direkt in der Praxis anwenden zu können.

Hast du Pläne nach dem Studium?
Nach dem Studium möchte ich gerne direkt ins Berufsleben einsteigen und gerne auch bei Pepperl+Fuchs bleiben. Durch das Duale Studium habe ich bereits viele Kontakte im Unternehmen knüpfen können und es wäre sehr schade, diese Möglichkeit nicht weiter nutzen zu können.

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