Benjamin, Quality & Compliance Manager bei Pepperl+Fuchs in Australien, bei der Arbeit.

Was macht ein Quality & Compliance Manager?

Sicherheit beginnt oft im Verborgenen. Benjamin ist Quality & Compliance Manager bei Pepperl+Fuchs in Melbourne, Australien, und sorgt im Solutions Engineering Center (SEC) mit Leidenschaft und Präzision dafür, dass die Produkte sicher, normgerecht und zuverlässig sind.

Wie lange bist du schon bei Pepperl+Fuchs und kannst du uns einen Einblick in deinen Aufgabenbereich geben?
Ich startete meine Tätigkeit als Qualitätsingenieur bei Govan Industries Ptv. Ltd im August 2011. Im Dezember 2012 übernahm Pepperl+Fuchs in Australien das Unternehmen und ich setzte meine Arbeit zunächst in dieser Funktion fort. Im weiteren Verlauf meiner Karriere übernahm ich schließlich meine heutige Position als Quality & Compliance Manager im SEC. Hier werden vor allem Produkte entwickelt, die in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz kommen. Meine Hauptaufgabe ist es, sicherzustellen, dass unsere Produkte den Kundenerwartungen sowie internationalen Sicherheitsstandards entsprechen. Ich sorge dafür, dass unsere Qualitätssysteme stets auf dem neuesten Stand sind, überprüfe die technischen Unterlagen eines Produkts, bearbeite Sicherheitspapiere, bereite Audits vor und achte darauf, dass unsere Produkte alle gesetzlichen Vorgaben einhalten. Dabei arbeite ich eng mit unseren Ingenieur*innen, dem Produktmanagement und externen Prüfstellen zusammen. Während des gesamten Prozesses, vom Design eines Produktes bis hin zur Auslieferung, stimmen wir uns regelmäßig ab. Sobald die Produktion ein Produkt fertiggestellt hat, führe ich die finale Inspektion und Prüfung des Produktes durch.

Quality & Compliance sind nicht nur Pflichtaufgaben

Benjamin steht vor dem Pepperl+Fuchs Firmengebäude in Melbourne. Er trägt eine gelbe Warnweste und lächelt in die Kamera.
Benjamin vor dem Pepperl+Fuchs Firmengebäude in Melbourne.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?
Mir gefällt es besonders, dass ich mich sowohl mit vielen technischen Details beschäftigen als auch den Überblick über das gesamte Produkt behalten darf. Ich finde es schön, dass ich aktiv zum sicheren Einsatz unserer Produkte in explosionsgefährdeten Bereichen beitrage. Außerdem schätze ich die gute Zusammenarbeit im Team, sowohl mit meinen Kolleg*innen in Australien als auch international. Da wir keine Massenprodukte anbieten, sondern maßgeschneiderte Lösungen, gleicht kein Tag dem anderen. Das alles macht die Arbeit abwechslungsreich und spannend.

Worauf kommt es bei deiner Arbeit an?
Für meine Arbeit ist es sehr wichtig, ein gutes technisches Verständnis zu haben sowie sehr genau und sorgfältig zu arbeiten. Quality & Compliance sind nicht nur Pflichtaufgaben, sondern unerlässlich, um die Sicherheit der Beschäftigten bei unseren Kund*innen zu gewährleisten und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Ich arbeite mithilfe technischer Ex-Normen – also Normen für explosionsgefährdete Bereiche – und mit verschiedenen Sicherheitsvorschriften. Es ist wichtig, diese in- und auswendig zu können. Da ich als Einziger im SEC für den Bereich Qualität & Compliance zuständig bin, muss ich meine Zeit sehr gut planen. Es gibt viel zu beachten und ich muss die richtige Balance finden, damit alle Abläufe reibungslos funktionieren.

Welche Eigenschaften sind für diesen Job notwendig?
Man benötigt auf jeden Fall ein solides Verständnis für technische Standards und Compliance-Anforderungen sowie ein gutes Auge fürs Detail. Auch die Fähigkeit, Dinge analytisch zu durchdenken, hilft sehr. Aber es geht nicht nur um die technische Seite, die Kommunikation ist genauso wichtig: Komplexe Dinge müssen so erklärt werden, dass verschiedenste Teams sie verstehen. Anforderungen an ein Produkt müssen in echte, praktikable Lösungen umgesetzt werden. Außerdem hilft es, proaktiv zu sein, insbesondere wenn man mit sich ändernden Vorschriften oder technischen Herausforderungen zu tun hat.

Eine Prüfphase, die es in sich hatte

Was war bisher deine größte Herausforderung bei Pepperl+Fuchs?
Das war eine besonders intensive Prüfphase, in der alles auf einmal zusammenkam. Ich war tief in einen „Factory Acceptance Test“ eingebunden. Dabei prüfen wir gemeinsam mit dem Kundenunternehmen und externen Fachleuten, ob komplexe Bedienfelder richtig funktionieren. Gleichzeitig lief eine wichtige externe Sicherheitsprüfung. Dazwischen erledigte ich noch meine tägliche Arbeit: Ich führte Qualitätsprüfungen und Norm-Ex-Prüfungen durch und erteilte Freigaben von technischen Zeichnungen. Es war eine hektische Zeit, aber ich bin daran gewachsen und lernte, besser mit Druck umzugehen.

Was ist dein Ausgleich zur Arbeit?
Ich singe sehr gerne Karaoke mit Familie und Freunden. Besonders mag ich klassische Pop-Hits, emotionale Balladen und romantische Songs aus den 80er und 90er Jahren. Für dieses Hobby investierte ich sogar in ein anständiges Soundsystem für zu Hause! Für mich ist es eine unterhaltsame Art, sich zu entspannen und sich von all der technischen und detaillierten Arbeit zu lösen. So kann ich neue Energie tanken.

Benjamin steht bei sich zuhause im Wohnzimmer und singt in ein Mikrofon. Hinter ihm ist ein Sideboard mit privaten Bildern zu sehen, sowie ein großes Gemälde an der Wand.
Beim Karaoke singen kann Benjamin am besten entspannen.

Steckbrief:
Benjamin
Beruf: Quality & Compliance Manager
Das kann er besonders gut: Ich habe einen guten Blick für die kleinen Dinge.
Sein Motto: Mach es richtig, auch wenn niemand zusieht.
Seine größte Stärke: Zuverlässigkeit und der Blick fürs Detail.

Sieh hier das Video über das Solutions Engineering Center in Melbourne.

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